Wiederinbetriebnahme "Ohratalbahn" (Gotha-Gräfenroda)

eingereicht von: Daniel Groener, 39288 Burg

Veröffentlicht am: 14.03.2017

Welches Ziel hat die Petition?

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürger und Bürgerinnen,

wir, die Kleinbahngesellschaft Güsen möchte die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Gotha Gräfenroda für den Touristischen Verkehr sowie für Gütertransport der Region wie Ohrdruf mit Brandt, Storck und Hermes. Wir setzten uns dafür ein, dass diese Strecke nicht weiter verfällt und so erhalten beleibt, wie sie derzeit ist. Was gibt es schöneres als mit alten historischen Fahrzeugen und Wagen von Gotha in den Thüringer Wald zu fahren. Egal ob zum Wandern, Spazieren gehen oder zum Ausruhen, wie beim Tobiashammer. Crawinkel hat sich in letzter Zeit auch schon eingesetzt, aber ohne erfolg. Wir dürfen nicht vergessen unsere ältere Generation, die nicht mehr aktiv im Straßenleben teilnehmen können. Außerdem ist es eine Erleichterung für die Region wie Tourismus und die Straßen werden entlastet. Es sind bereits im Vorfeld Gespräche mit den Firmen gelaufen, die sich einen Anschluss an die Bahn sowie einen Bahnsteig im GWG Ohrdruf wünschen.

Wir danken Ihnen.

Wie wird die Petition begründet?

- Tourismusverkehr
- Wirtschaftlich dank Bahn
- Verhinderung des Verfalles der Historischen Strecke
- Zugverbindung zwischen den Dörfern und Ortschaften

Zwischenbericht

Abschlussbericht

Die Petition wurde am 14. März 2017 auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtags veröffentlicht und konnte bis zum 25. April 2017 mitgezeichnet werden. Dabei ist die Petition nur von 66 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt worden. Nach § 16 Abs. 1 Thüringer Petitionsgesetz (ThürPetG) wird eine öffentliche Anhörung durchgeführt, wenn eine Petition von mindestens 1.500 Mitzeichnern unterstützt wurde. Deshalb fand keine öffentliche Anhörung statt.

Der Petitionsausschuss forderte die Thüringer Landesregierung auf, zu der Petition Stellung zu nehmen. Die entsprechenden Ausführungen des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft hat der Ausschuss im Rahmen seiner Beschlussfassung berücksichtigt.

Im Ergebnis seiner Beratung weist der Petitionsausschuss auf Folgendes hin:

Der Schienenverkehr auf der Strecke Gotha – Gräfenroda wurde im Jahr 2011 wegen der schwachen Verkehrsnachfrage und abschnittsweise ausgeprägter, konkurrierender Busparallelverkehre eingestellt. Im sich anschließenden Streckenstilllegungsverfahren wurde die Strecke verpachtet und ging in die Betreibergesellschaft der ZossenRail Betriebsgesellschaft mbH über. Eine Wiederinbetriebnahme ist im Jahr 2013 erfolgt.

Eine Wiederbestellung von SPNV-Leistungen oder die Bestellung touristischer Verkehre durch den Freistaat Thüringen ist derzeit nicht geplant und nach Auffassung des Petitionsausschusses gegenwärtig wirtschaftlich auch nicht vertretbar. Die Aufgabe des Parallelverkehrs von Bus und Bahn sowie die Verbesserung der Busangebote entlang der ehemaligen SPNV-Linie war eine gemeinsame Entscheidung der beiden Aufgabenträger (Freistaat Thüringen und Landkreis Gotha). Um dem vorhandenen ÖPNV-Verkehrsbedarf gerecht zu werden, wurde der Busregionalverkehr mit Unterstützung des Landes entsprechend ausgebaut. Mit zusätzlichen, möglichst vertakteten Busverkehrsleistungen soll den Fahrgästen auch weiterhin eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr geboten werden.

Abschließend weist der Petitionsausschuss darauf hin, dass die Strecke jedem Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Nutzung zur Verfügung steht. Es besteht also die Möglichkeit, eigenwirtschaftliche Leistungen im Güterverkehr oder touristische Verkehre durch Eisenbahnverkehrsunternehmen zu erbringen.