Schulwesen

eingereicht von: Erik Kaiser, 12437 Berlin

Veröffentlicht am: 17.02.2014

Welches Ziel hat die Petition?

Der Petitionsausschuss möge beschließen, den Sprachunterricht an Thüringer Schulen wenigstens in den offiziellen Amts - Sprachen der Vereinten Nationen zu verbessern, um die internationale Zusammenarbeit und Migrationen zu vereinfachen, dies wird als eine Frage des Rassenerhalts angesehen. Der Schulabschluss aller Thüringer Schülerinnen und Schüler soll entweder eine relevante Prüfung der internationalen Handelskammern, einen international für die
Einwanderung in anderen Nationen anerkannten Nachweis der TOEFL oder TOEIC Gruppen
enthalten oder den qualitativen Anforderungen der in den deutschen Goethe Instituten abverlangten Prüfungen entsprechen. Auch weitere Zertifikate sind denkbar, soweit diese von internationalen Universitäten als ausreichender Nachweis der sprachlichen Befähigung anerkannt werden. Ein noch früherer Beginn mit dem englischen Sprachunterricht ist notwendig, um sprachliche Fähigkeiten im Unterbewusstsein effizient zu verankern.

Welche Behörde hat diese Entscheidung getroffen?

Sie erhalten diese Petition auf Vorschlag des Bundestages

Wie wird die Petition begründet?

Der Versuch, in Deutschland beispielsweise ein englisches Heft mit Kreuzworträtseln zu erwerben, ist zum Scheitern verurteilt. Nur ein einziges teures Heft war im Handel des Berliner
Zentrums erhältlich. Diese Hefte sind im Land scheinbar nicht existent. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die deutschen Kenntnisse der englischen Sprache nicht ausreichend entwickelt sind, andernfalls würden sich mehr Menschen mit der Sprache beschäftigen. Aufgrund der Kosten für eine Investition in den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten sind viele Schüler entweder abgeschreckt oder haben keine Chance, die Sprache nachträglich zu erlernen. Insbesondere Englisch sollte in Deutschland eine vorhandene Fähigkeit darstellen, schließlich leben die Engländer fast nebenan und die Amerikaner waren immer um eine internationale Freundschaft bemüht. Die Kosten für die Einfuhr ausländischer Zeitschriften sind zu hoch, als dass auch nur irgendjemand in Erwägung ziehen würde, sich mit dem Studium ausländischer Zeitschriften ernsthaft zu beschäftigen. Am Kiosk müssen diese für ca. 10 Euro pro Blatt erworben werden. Als Empfänger von Arbeitslosengeld 2 bei einer Armutsquote von 21 Prozent in Berlin können sich ganze Bevölkerungsgruppen nicht einmal mehr eine ausländische Zeitung kaufen. Zwar wird die Sprache an den Schulen unterrichtet, jedoch ist offensichtlich, dass an der Nicht – Verfügbarkeit von sprachlicher Literatur ein erhebliches intellektuelles Defizit messbar ist. Die meisten Deutschen sind nicht in der Lage, ausländischen Nachrichten sprachlich zu folgen und nehmen sprachliche Feinheiten nicht wahr, beziehungsweise sind sprachlich nicht befähigt, im Ausland Fuß zu fassen und dort einen Beruf auszuüben. Mindestens eine ausländische Sprache sollte ebenso vertieft werden müssen wie die Muttersprache. Aufgrund der in der Zukunft zu erwartenden Bevölkerungswanderungen und Migrationen sollten die Menschen sowohl die ankommenden Immigranten verstehen und eingliedern können, als auch selber unmittelbar im Ausland tätig werden können. Eine Wahl der zu vertiefenden Sprache sollte bereits in der Grundschule vorgenommen werden können. Es wäre auch sinnvoll zu überlegen, die Schulen nach sprachlichen Befähigungen erkennbar zu gliedern und entsprechend zu kennzeichnen. Deutsche Schulen würden eine zum Überleben notwendige intellektuelle Befähigung zum Überleben in Notfällen im Unterbewusstsein der Schüler verankern.

Zwischenbericht

Abschlussbericht

Der Petitionsausschuss forderte die Thüringer Landesregierung auf, zu der Petition Stellung zu nehmen. Nach den Informationen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur beginnt der Fremdsprachenunterricht an Thüringer Schulen in Klassenstufe 3 als Pflichtunterricht; zudem gibt es ein Projekt „Englisch ab Klassenstufe 1“. An den weiterführenden allgemein bildenden Schulen erlernen alle Schüler in den Klassenstufen 5/6 eine weitere Fremdsprache, zudem kann in den Klassenstufen 9/10 am Gymnasium eine dritte Fremdsprache gewählt werden. Thüringen hält in allen Schularten Fremdsprachenunterricht mit einer Vielzahl von Sprachangeboten am Staatlichen Spezialgymnasium für Sprachen vor. Daneben gibt es mehrere Gymnasien mit bilingualem Zug Englisch bzw. Französisch. Darüber hinaus beteiligen sich Thüringer Schüler erfolgreich an Sprachzertifikatsprüfungen für Englisch, Französisch und Russisch. Schließlich werden für Thüringer Schüler fremdsprachliche Wettbewerbe und Olympiaden sowohl regional als auch bundesweit angeboten. Zudem sind jährlich 30 bis 40 ausländische Fremdsprachenassistenten an Thüringer Schulen tätig.

Der Petitionsausschuss hat die Petition in seiner 56. Sitzung am 15. Mai 2014 abschließend behandelt. Der Ausschuss ist im Ergebnis zu der Auffassung gelangt, dass im Freistaat Thüringen die fremdsprachliche Bildung der Schüler sowohl in der Breite als auch vertiefend mit zusätzlichen Angeboten gezielt und mit großem Engagement erfolgt.

Mit den Auskünften des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat der Petitionsausschuss die Petition gemäß § 17 Nr. 3 Thüringer Petitionsgesetz abgeschlossen